Starten mit Barrierefreiheit (PDF)


Viele starten bei barrierefreien PDFs mit Alternativtexten – das ist ein wichtiger erster Schritt. In der Praxis sind sie jedoch nur ein kleiner Baustein von vielen.

Denn ein PDF kann perfekte Bildbeschreibungen haben und trotzdem für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen unzugänglich sein. Sie verwenden eigene Software, sogenannte Screenreader, die PDFs vorlesen oder auf der Braille-Zeile ausgeben.

Erzeuge ein PDF NIE mit der Druckfunktion deiner Software, denn dann sind die Inhalte des PDFs für Screenreader nicht zugänglich. Auch für korrekt exportierte PDFs ist es wichtig, dass einiges beachtet wird.

Barrierefreiheit in PDFs bedeutet auf folgendes zu achten:

  1. Lesereihenfolge & Tags: Wird der Inhalt in sinnvoller Reihenfolge vorgelesen – oder wird wild hinuntergesprungen?
  2. Überschriften, Listen, Tabellen: Sind das wirklich Überschriften, Listen und Tabellen – oder sind sie nur optisch so formatiert?
  3. Links & Verweise: Sagen Linktexte, wohin sie führen? Sind Links korrekt ausgezeichnet?
  4. Formulare: Sind Felder beschriftet, verständlich und per Tastatur nutzbar? Gibt es sinnvolle Fehlermeldungen?
  5. Sprache, Metadaten, Kontrast: Wird die Sprache korrekt erkannt? Sind alle Inhalte mit der richtigen Sprache (deutsch, englisch, …) hinterlegt? Hebt sich die Schriftfarbe deutlich vom Hintergrund ab?

Wenn du PDFs veröffentlichst, lohnt sich ein Blick auf all diese Dinge. Im Idealfall werden sie bereits bei der Erstellung eines Dokuments in Word, InDesign oder PowerPoint berücksichtigt.


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