Hand auf einer Braille-Zeile für den Computer

Was ist barrierefreies PDF?

Damit ein PDF als barrierefrei gilt, muss es nach dem PDF/UA Standard erstellt sein. Im Folgenden sind einige Merkmale für die PDF/UA-Konformität aufgelistet.

Schritt für Schritt zum barrierefreien PDF

Womit beginnt man, wenn man ein barrierefreies PDF haben möchte? Welche Schritte sind in welcher Reihenfolge abzuarbeiten? Lesen Sie mehr dazu im Artikel aus dem OCG Journal Ausgabe 2 von 2017, Seite 51f. (OCG – Journal 17 02_Der Weg zum barrierefreien PDF, PDF 254 KB)

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Tagged PDF

Ausschnitt aus einem Tagbaum eines getaggten PDFsDie deutsche Übersetzung für den Begriff „Tag“ lautet Etikett und das genau ist es, was ein Tag macht. Ein Tag gibt dem Inhalt das jeweilige Etikett um welche Art von Inhalt es sich handelt. Der Inhalt kann z. B. eine Überschrift sein, es kann sich aber auch um einen Listeneintrag, eine Zelle in einer Tabelle oder um ganz normalen Fließtext handeln. Dieses Etikett ist nötig, damit die Vorlesesoftware Zusatzinformationen an die/den BenutzerIn ausgeben kann.

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Lesereihenfolge

Die Tags müssen in der korrekten Lesereihenfolge angeordnet sein. Die Vorlesesoftware liest in der Reihenfolge vor, in der die Tags sortiert sind. Daher muss diese Reihenfolge dem entsprechen, wie auch Sehende den Inhalt lesen und ansehen. Die Lesereihenfolge muss speziell bei PDFs aus InDesign-Dokumenten berücksichtigt werden. Hier können Sie ein Beispiel anhören, wie eine Vorlesesoftware einen Ausschnitt aus unserem Folder vorliest: 

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Dokumentsprache

Für die Vorlesesoftware muss klar angegeben sein, in welcher Sprache das Dokument verfasst ist. Wenn es davon abweichende Textstellen gibt, so müssen diese mit der richtigen Sprache ausgezeichnet werden.
Ein Beispiel: Das Dokument ist in deutscher Sprache verfasst und verfügt über englische Fachbegriffe. Die Dokumentsprache muss „Deutsch“ eingestellt sein. Die englischen Fachbegriffe müssen jeweils mit „Englisch“ ausgezeichnet werden.

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Tabellen

Wenn Tabellen Überschriftenzellen enthalten, dann müssen diese auch als solche gekennzeichnet sein. Die Vorlesesoftware muss in jeder Zelle die dazugehörige Überschrift auslesen können. Das ist nur dann möglich, wenn es eine Verbindung zwischen den einzelnen Datenzellen und den dazugehörigen Überschriftenzellen gibt. Das wird bei einfachen Tabellen mit dem sogenannten scope-Attribut realisiert. Bei komplexen Tabellen müssen IDs zur Anwendung kommen.
Etwas genauer können Sie es hier nachlesen: Anforderungen an eine barrierefreie Tabelle (PDF 231 KB)

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Formulare

PDF Formulare können auch barrierefrei erstellt werden. Dazu müssen die Formularfelder in einem Form-Tag geschachtelt sein. Die Formularfelder müssen über eine QuickInfo verfügen und die Tabulatorreihenfolge muss der Dokumentstruktur folgen.

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Prüfen von Dokumenten

Welche Punkte geprüft werden müssen, ist im Matterhorn-Protokoll aufgelistet. In diesem sind 134 Fehlerbedingungen definiert. Davon sind 87 maschinenprüfbar und können mit dem PDF Accessibility Checker (PAC 3) automatisiert geprüft werden. Die restlichen 46 Fehlerbedingungen sind von einem Menschen zu prüfen. Wir prüfen bei jedem Auftrag auch diese Prüfpunkte: Prüfpunkte nach Matterhorn Protokoll (PDF 84 KB)
Auf unserer Facebook-Seite finden Sie Erklärungen der Fehlermeldungen des PAC: https://www.facebook.com/BarrierefreiPDFOG
Diese Erklärungen sind noch nicht vollständig, es werden jedoch im Lauf der Zeit immer mehr Fehlermeldungen abgedeckt.

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